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Hanffutter ist THC-frei

Beginnen wir mit einem Vergleich: Jeder Bauer weiss ganz genau, dass es in den Futterkartoffeln an sich kein Alkohol (C2H5OH = chemische Formel des Alkohols) gibt. Und doch, mit der Kartoffel produziert man den Stoff Alkohol, sprich C2H5OH. Wie kommt das? Ganz einfach: In der Kartoffel gibt es Stärke, einen Vorläuferstoff von C2H5OH. Ein Vorläuferstoff ist ein Stoff, der sich unter gewissen Bedingungen (Zeit, Bewegungen, anderer Stoff, Temperatur) in etwas anderes verwandelt. Zum Beispiel ist die Milch Vorläuferstoff des Rahms, welcher Vorläuferstoff für Butter ist. Die Stärke ist Vorläuferstoff von Zucker, der Vorläuferstoff von Alkohol. Wird Wärme erzeugt, fermentiert der Zucker oder wird destilliert, es entsteht dann C2H5OH, also Alkohol. Gibt es keine Wärme, gibt es ganz einfach keinen C2H5OH. Zusammengefasst: Es gibt kein C2H5OH (Alkohol) in der Kartoffel. Das Gegenteil zu behaupten ist absurd, heisst, die Bauern für sehr ignorante Leute zu halten.

Beim Futterhanf ist es genau dasselbe: Zu behaupten, es gäbe THC in der Hanfpflanze ist absurd. In der Hanfpflanze gibt es kein THC an sich (Tetrahydrocannabinol), es gibt nur Vorläuferstoffe. THC entsteht nämlich erst dann, wenn der Hanf einer grossen Hitze von mindestens 220° C ausgesetzt wird (z.B. beim Rauchen). 250° C ist aber eine im Bereich der Hanffutterherstellung und der Tierfütterung nie erreichte Temperatur. Fazit: Es hat nicht mehr nicht weniger THC im Futterhanf oder in der Milch hanfgefütterter Kühe als es Alkohol gibt in der Futterkartoffel oder in der Milch kartoffelgefütterter Kühe, das heisst Null!

Natürliches C2H5OH - natürliches THC
In reifen Früchten gibt es (durch natürliche Gärung entstandene) Kleinstmengen von C2H5OH, doch ist dies absolut unbedenklich. Angenommen, dass sich eine Milchkuh mit gegärten Früchten überfressen würde, so wird man im Labor Spuren von C2H5OH in der Milch vorfinden, jedoch in ganz unbedenklicher Menge (Millionstelgramm).

Beim Futterhanf geht es genau gleich: Wohl gibt es im reifen Futterhanf Kleinstmengen von natürlich entstandenem THC, doch ist dies absolut unbedenklich. Laut Bundesamt für Gesundheit ist das Essen von bis 4 % THC-haltigen Lebensmitteln wirkungslos.


>> Schweizer Bauer vom 26. Januar 2005 - 'Der Glaubensstreit um den Futterhanf geht weiter'

>> Schweizer Bauer vom 23. Dezember 2004

>> Leserbrief in der BauernZeitung vom 7. Januar 2005 >> Leserbrief in der BauernZeitung vom 31. Dezember 2004 und im Schweizer Bauer vom 12. Januar 2005

>> Anwaltsrevue - Vademecum zum THC und BGE vom 13. März 2000

>> Vademecum zu THC


Wirkung von THC

„Es ist Verpflichtung des Gesetzgebers, Normen auf Grund rechtswissenschaftlich fundierter Prinzipien zu bilden (Einführung in das Zivilgesetzbuch, Prof. H. Giger)

Ab welchem Gesamt-THC-Gehalt ergibt sich für den Konsumenten eine Cannabiswirkung?

Ist es ab 0,00002 %, wie es ab 2000 das Bundesgericht schreibt, oder ab 0,3 % , wie es die Medien verkünden? Oder erst ab mindestens 2 - 4 %, wie dies die für humanmedizinische Belange einzig zuständige Bundesstelle, das Bundesamt für Gesundheitswesen (BAG), in einem zuhanden des Gerichtswesens erstellten Gutachten (siehe unten) verbindlich feststellt?

bis 2 % (Rauchen) / bis 4 % (Essen, Trinken) * keine Wirkung spürbar

ab 2 % (Rauchen) / ab 4 % (Essen, Trinken) * nur berauschende Wirkung

ab 9 % Cannabiswirkung (Art. 1 BetmG)

* Bundesamt für Gesundheit (BAG), Vollzug Lebensmittelrecht, Gutachten zu Handen des Genfer Untersuchungsamt, 1997 [Zeichen 8 12 02 7001/1/=Z/ERN-kr]

Hanfsorten

Nota bene: THC existiert im Hanf selber nicht. Der Stoff entsteht erst dann, wenn man starke Hitze zugibt (ab 250° C, rauchen oder Backofen)

Heimischer, mitteleuropäischer Futterhanf

(sativa non-indica, zweihäusig, Code 533) 0,5 – 3 % THC

Ausländischer Faser- und Industriehanf

(einhäusig, BLW-Sorten, Code 532) *0,5 – 3 % THC

Indischer Hanf

(alias „Marihuana“, Rauchhanf) 10 – 28 % THC

* Institut für Rechtsmedizin, Bern, in ‚ Der Bund' vom 24.10.1996)

Zitate mit und um THC

„Es ist Verpflichtung des Gesetzgebers, Normen auf Grund rechtswissenschaftlich fun­dierter Prinzipien zu bilden
Das Zivilgesetzbuch, Prof. H. Giger

„Man hält sich an das objektive Kriterium des THC-Gehaltes - Cannabis ist bis zu einem bestimmten Gehalt an THC kein Betäubungsmittel im Sinne dieses Gesetzes, weil er keine betäubende Wirkung hat - Einziges Kriterium für die Einteilung [als Betäubungsmittel; Red.] ist der THC-Gehalt“

Ständerat, 2001

„Ein Kraut führt beim Rauchen erst ab 2 % THC sicher zu einer ‚berauschenden' Wirkung. Bei der peroralen Aufnahme (via Mund und Magen-Darm-Trakt) ist für eine ähnliche Wirkung wie beim Rauchen eine etwa 2 bis 5 mal höhere Dosis nötig“

BAG, 1997

„Alles unter 10 % fährt nicht ein. Ein Kiffer wird zweifelsohne nur Gras ab 10 %, wenn möglich höher noch, konsumieren“.

Martin Vogel, Hanfladenbesitzer, in ‚ Bieler Tagblatt' , 24.09.2001

„Heute weist das schwächste Gras mehr als acht Prozent“

Prof. Brenneisen, Uni. Bern, in 'Weltwoche ' (50/02)

„Eine Herabsetzung auf 0,3% macht aus forensisch analytischer Sicht wenig Sinn “

Schweizerische Gesellschaft für Rechtsmedizin, 2000

Kann Hanf aufgrund seines geringen Gehalts [an THC; Red.] keine betäubende Wirkung entfalten, kann es auch nicht als gefährliche Substanz eingestuft werden

Kantonsgericht SG, 17.11.1999

„Hanfkraut, das keine betäubende Wirkung hat, ist weder vom BetmG verboten noch bewilligungspflichtig

Bundesrat, Antwort auf einfache Frage von NR Garbani (00.1028), 31.6.2000

Unter 1 % THC ist nichts zu spüren “

(P rof. Institut für Rechtsmedizin, Lausanne 1995

„Unter 4 % THC spricht man nicht von Marihuana“

(dito, Bern 2004)

„Die BLW-Sorten erreichen 1-2 % , sogar 3% THC

(dito, ‚Der Bund' 24.10.1996)


>> Wollen auch Sie eine bessere Laktation?

Brief von Herr S. Selinger (pdf zum Downloaden und Ausdrucken)

Analysen Landwirtschaftsamt Kanton Thurgau (pdf zum Downloaden und Ausdrucken)

Doppelanalysen (pdf zum Downloaden und Ausdrucken)

Prüfbericht Schweizer Braunviehzuchtverband August (pdf zum Downloaden und Ausdrucken)

Prüfbericht Schweizer Braunviehzuchtverband September (pdf zum Downloaden und Ausdrucken)

 
 
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