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Hanffutter & Lebensmittelgesetz Version imprimable Suggérer par mail
Merkblatt für die Bauern

Hanffutter, Lebensmittelgesetz (LMG) und Bundesamt für Landwirtschaft (BLW)

Einige EU-freundliche Angestellte des BLW machen sich die Entscheidungsfreiheit zu Gute, die ihnen BR Deiss überlässt. So bekämpfen sie seit Jahren - von der Verwaltungsobrigkeit ungestört - den mitteleuropäischen, heimischen Agrar- und Industriehanf, alias Bauernhanf (sativa non-indica, Code 533 Eidg. Flächenerhebungsformular). Grund: Der Bauernhanf ist nicht EU-kompatibel. In der EU gibt es keinen Hanf (nur Hybridhanf, als Futterpflanze ganz ungeeignet). Wie man weiss, will das BLW die ganze Schweizer Landwirtschaft auf EU-Kurs trimmen, und deshalb stört der nicht EU-konforme heimische Agrar- und Industriehanf.

So hat man im BLW immerzu Verordnungen geändert, besonders in den letzten zwei Jahren, um gegen den heimischen Hanf vorzugehen. Leider gab es immer wieder vereinzelte, pflichtvergessene Richter, die nicht auf das Gesetz schauen, sondern unkritisch das übernehmen, was vom BLW gesagt wird.

Vorher hiess es seitens des BLW: Anbauen von heimischem Hanf verstösst automatisch gegen das Betäubungsmittelgesetz (BetmG), weil er nicht in der BLW-Sortenliste steht - falsch, denn laut Gesetz gibt es keine obligatorische Hanf-Sortenliste. Dann wurde gesagt: Die heimischen Hanfsamen sind verboten - auch das ist falsch. Weiter: Alles über 0,3 % THC ist automatisch ein verbotenes Betäubungsmittel - ebenfalls nicht wahr. Weiter: Hanffüttern ist strafbar - wiederum nicht wahr. Vor haarsträubenden Behauptungen schreckt man im BLW nicht zurück: „Trinkt ein Kleinkind zwei Deziliter Milch einer hanfgefütterten Kuh, dann bekommt es Halluzinationen” (BLW-Vizedirektor Morel, ,NZZ’ 2005).

Hanfpellets als Futtermittel: Heutige rechtliche Situation
Was auf der eidg. Futtermittelliste steht, ist als Futtermittel automatisch und rechtsgültig zugelassen.
In der Rubrik 6, Grünfutter und Raufutter’, unter Nr. 6.5 sind allgemeingültig die Futterpflanzen eingereiht (,Kräuter getrocknet, oberirdische Pflanzenteile’), so auch die Futterhanfpflanze. Was das BLW eingeschränkt hat, ist in der Rubrik 2 ‚Ölsaaten, Ölfrüchte’ zu finden: ,Hanfkuchen ‘ (Nr. 2.11) und ,Hanfsaat’ (Nr. 2.12). Fazit: Das Verfüttern von Hanfpellets ist nicht verboten.

Frage: Kann das BLW ein Futtermittel verbieten, das in der Futtermittelliste enthalten ist, z.B Hanf? Ja, aber nur unter gewissen Voraussetzungen (die beim Hanf nicht vorhanden sind): „Wenn sich nachträglich herausstellt, dass der vorschriftsgemässe Gebrauch des Futtermittels wesentliche, nachteilige Nebenwirkungen zur Folge hat, kann das Bundesamt die Zulassung aufheben” (Art. 5, Abs. 5 Futtermittelverordnung).

Hanffutter wird seit zehn Jahren schweizweit problemlos betrieben. Da bewiesenermassen die Hanffütterung THC-frei und tiergesundheitsfördernd ist, kann von ‚nachteiligen Nebenwirkungen‘ keine Rede sein. Es wissen alle: Das BLW hat gemogelt, vor acht Jahren hat man einer Milchkuh eine Bombenpille mit synthetischem THC verabreicht. Die vom Gesetz verlangte (Fremd- und Inhaltsstoffverordnung, FIV, Art. 3 Abs.2), wissenschaftlich praxisgerecht geführte Fütterung mit echtem Hanf zwecks Eruierung, ob es THC-Rückstände in Milch oder Fleisch gibt, wurde nie bewerkstelligt. Also ist die vom BLW verordnete Einschränkung von Hanfkuchen und Hanfsaat nicht rechtsgültig, weil sie gegen Artikel 5 der Futtermittelverordnung (oben) verstösst.

THC
Der Anhang 10 der Futtermittelbuchverordnung, ‚Unerwünschte Stoffe in Futtermitteln’ setzt den Höchstgehalt der gesundheitsgefährdenden Stoffe fest, der in Futtermitteln vorkommen darf. In diesem Anhang ist aber nirgendwo von THC die Rede, was aber der Fall sein sollte, wenn wirklich vom Futterhanf eine ,THC-Gefahr’ ausgehen würde. Da dies aber nicht der Fall ist - THC entsteht ja erst bei grosser Hitze über 220 Grad Celsius - ist folgerichtig im Anhang 10 der THC unerwähnt.

Lebensmittelgesetz
Nachdem alles gescheitert war, kamen die BLW-Angestellten vor zwei Monaten auf die Idee, es mit dem Lebensmittelgesetz (LMG) zu probieren, vielleicht wird ein Richter sich einfinden, der schlecht genug ist, da mitzumachen.

Des BLW Grundtenor lautet: Das Hanffüttern ist gefährlich, weil vom Hanf THC in Milch und Fleisch des Nutztieres überfliesst. Das sei ‚wissenschaftlich bewiesen’, so das BLW. Nur: Im (heimischen) Hanf gibt es kein THC (ausser in Spuren). Es weiss jedermann: THC entsteht erst bei Hitze über 220 Grad Celsius (Rauchen, Backen).

Im LWG ist nirgendwo, auch nicht indirekt, eine Einschränkung des Futterhanfes ersichtlich. Der Bundesrat kann wohl, sagt das LWG (Art. 9), gewisse landwirtschaftliche Produktionsmittel, z.B. Futtermittel, einschränken oder verbieten, aber nur dann, wenn „nach den aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen werden kann”.

Da nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft das Füttern der Heilpflanze Hanf absolut THC-frei, also ungefährlich ist, hat der Bundesrat hinsichtlich der Hanfpflanze im Rahmen des LWG keine Beschränkung und auch kein Verbot erlassen. Der vom BLW ins Feld geführte Art. 48 Buchstabe b des LWG (‚Mit Haft oder Busse wird bestraft, wer bei der landwirtschaftlichen Produktion oder bei der Herstellung von Lebensmitteln verbotene Stoffe oder Verfahren anwendet’) ist irrelevant, hat ja der Bundesrat weder die Hanfwürfel an sich, noch das Verfahren zur Herstellung von Hanfwürfeln verboten.

Was im LMG nicht als verboten, sprich strafbar erklärt wird, ist nicht verboten oder nicht strafbar, anders lautende Stellungnahmen des BLW hin oder her.

Zusammenfassung
Es wird sich kein ehrlicher Richter einfinden, auf Grund des LWG eine Verurteilung wegen Hanffutterung auszusprechen, denn die vom BLW vorgeführten Gründe (THC in Milch und Fleisch) sind erfunden, rein politisch motiviert (EU-Inkompatibilität, siehe oben).

Jeder Bauer, Milch- oder Fleischproduzent kann mit gutem Gewissen seine Nutztiere mit heimischem Hanf füttern. 

Einen Milchstopp kann es laut Gesetz nur dann geben, wenn Milchanalysen eine THC-Verschmutzung aufzeigen - aber das wird nie der Fall sein, denn bekanntlich gibt es in der Hanfpflanze an sich kein THC (oben), folglich auch in der Milch nicht.

 
 
 
Hasen mit Hanf
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